Meine Leistungen
Gebäudeschadstoffe
Asbest – Erkundung, Material-untersuchung und Bewertung
Asbest wurde über viele Jahrzehnte als technischer Zuschlagstoff in einer Vielzahl von Baustoffen verwendet. Je nach Bauzeit und Anwendungsbereich wurde Asbest sowohl werkseitig verschiedenen Bauprodukten zugesetzt als auch auf Baustellen Baustoffmischungen beigemischt. Dadurch kann Asbest unter anderem auch in Spachtelmassen und Fliesenklebern enthalten sein. Eine sichere Aussage über das Vorhandensein von Asbest in Bestandsgebäuden ist in der Regel nur durch eine fachgerechte Asbesterkundung, Materialuntersuchung und anschließende Laboranalyse möglich.
Die Grundlage einer fachlichen Asbestuntersuchung bildet die Asbesterkundung des Gebäudes sowie die Planung gezielter Materialuntersuchungen. Art und Umfang der Probenahme richten sich nach den vorhandenen Verdachtsmomenten, dem Baualter des Gebäudes und der geplanten Baumaßnahme. Die Laborergebnisse werden anschließend fachlich bewertet und bilden eine wichtige Grundlage für die weitere Planung.
Vor Beginn einer Sanierung, eines Umbaus, einer Umnutzung, eines Rückbaus oder eines Abbruchs bildet die Untersuchung asbesthaltiger Baustoffe eine wichtige Grundlage für die Planung des weiteren Umgangs mit den betroffenen Baustoffen.
Nach Abschluss der Arbeiten sollten Raumluftmessungen auf Asbestfasern durchgeführt werden, um die Wirksamkeit der getroffenen Schutzmaßnahmen zu überprüfen, die Faserkonzentration in der Raumluft fachlich zu bewerten und den Zustand nach Abschluss der Arbeiten nachvollziehbar zu dokumentieren.
Die Ergebnisse der Materialuntersuchungen sowie deren fachliche Bewertung können anschließend in einem Gebäudeschadstoffkataster dokumentiert und für spätere Sanierungen, Umbauten, Umnutzungen oder Rückbaumaßnahmen fortgeschrieben werden.
Gebäudeschadstoffkataster – fachliche Erfassung und Dokumentation
Mit den steigenden Anforderungen der Gefahrstoffverordnung und dem zunehmenden Umgang mit Gebäudeschadstoffen in Bestandsgebäuden gewinnt die strukturierte Erfassung schadstoffhaltiger Baustoffe zunehmend an Bedeutung. Ein Gebäudeschadstoffkataster dokumentiert, welche Gebäudeschadstoffe in den untersuchten Bauteilen und Baustoffen eines Gebäudes vorhanden sind, und schafft damit eine strukturierte, nachvollziehbare und langfristig nutzbare Dokumentation der Untersuchungsergebnisse.
Die Grundlage eines Gebäudeschadstoffkatasters bilden Materialuntersuchungen, Laboranalysen sowie die fachliche Bewertung der Untersuchungsergebnisse. Bereits vor Beginn einer Sanierung, eines Umbaus, einer Umnutzung, eines Rückbaus oder Abbruchs können vorhandene Baustoffe systematisch untersucht, dokumentiert und bewertet werden. Werden im weiteren Projektverlauf zusätzliche Untersuchungen durchgeführt, kann das Gebäudeschadstoffkataster fortgeschrieben und schrittweise ergänzt werden.
Ein Gebäudeschadstoffkataster unterstützt Eigentümer dabei, den Überblick über bereits untersuchte Baustoffe und vorhandene Gebäudeschadstoffe zu behalten. Die dokumentierten Untersuchungsergebnisse können Planern sowie ausführenden Unternehmen als Grundlage für die Planung und Durchführung von Sanierungs-, Umbau-, Umnutzungs-, Rückbau- oder Abbruchmaßnahmen dienen und bei der Erstellung erforderlicher Gefährdungsbeurteilungen berücksichtigt werden.
Auch bei späteren Baumaßnahmen oder einem Eigentümerwechsel stehen die bereits dokumentierten Untersuchungsergebnisse weiterhin zur Verfügung. Vorhandene Erkenntnisse können genutzt, gezielt ergänzt und für zukünftige Maßnahmen fortgeschrieben werden. Dadurch entsteht eine langfristig nutzbare Dokumentation des Bestandsgebäudes, die Transparenz schafft und den sachgerechten Umgang mit vorhandenen Gebäudeschadstoffen unterstützt.
Material- und Baustoffuntersuchungen auf Gebäudeschadstoffe
Material- und Baustoffuntersuchungen bilden die Grundlage für die Untersuchung und Bewertung von Gebäudeschadstoffen. Sie dienen dazu, schadstoffverdächtige Baustoffe gezielt zu untersuchen und belastbare Informationen für die Planung von Sanierungen, Umnutzungen, Rückbau- oder Abbruchmaßnahmen zu gewinnen.
Art und Umfang der Material- und Baustoffuntersuchungen richten sich nach der jeweiligen Fragestellung, den vorhandenen Verdachtsmomenten sowie den Anforderungen der vorgesehenen Laboranalyse. Bereits vor der Probenahme wird festgelegt, welche Baustoffe untersucht werden sollen und welche Untersuchungsverfahren für eine fachgerechte Schadstoff-untersuchung erforderlich sind. Dadurch können Materialuntersuchungen gezielt geplant und unnötige Eingriffe in die Bausubstanz vermieden werden.
Die fachgerechte Probenahme ist eine wesentliche Voraussetzung für aussagekräftige Untersuchungsergebnisse. Bei vielen Gebäudeschadstoffen erfordert sie besondere Fachkenntnisse und darf – abhängig vom jeweiligen Schadstoff und den geltenden technischen sowie rechtlichen Anforderungen – nur durch entsprechend qualifizierte oder sachkundige Personen durchgeführt werden. Eine fachgerechte Probenahme trägt dazu bei, die Aussagekraft der Laboranalyse sicherzustellen und das Risiko einer Kontamination oder einer unnötigen Freisetzung von Schadstoffen zu minimieren.
Die Untersuchung der entnommenen Proben erfolgt anschließend durch qualifizierte Prüflabore. Die Laborergebnisse werden fachlich bewertet und dokumentiert. Auf Wunsch können die Untersuchungsergebnisse in ein Gebäudeschadstoffkataster übernommen und bei späteren Sanierungen, Umnutzungen oder Rückbaumaßnahmen fortgeschrieben werden.
Untersuchung und Bewertung weiterer Gebäudeschadstoffe
Neben Asbest können in Bestandsgebäuden weitere Gebäudeschadstoffe vorkommen, die im Rahmen von Sanierungs-, Umbau-, Umnutzungs-, Rückbau- oder Abbruchmaßnahmen von Bedeutung sein können. Dazu gehören insbesondere künstliche Mineralfasern (KMF), Polychlorierte Biphenyle (PCB), polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) sowie schwermetallhaltige Baustoffe und Beschichtungen. Die nachfolgenden Abschnitte geben einen Überblick über diese Schadstoffgruppen sowie deren fachliche Untersuchung und Bewertung.