Meine Leistungen
Raumluftanalysen
und Baubiologie
Die Baubiologie
Gesund wohnen – belastungsfrei leben: Ich untersuche Ihre Räume gezielt auf Schadstoffe und Schimmelpilzbelastungen.
Wir verbringen rund 90 % unseres Lebens in Innenräumen – zu Hause, bei der Arbeit oder im Schlaf. Umso wichtiger ist es, dass diese Räume frei von Schadstoffen und Schimmelpilzen sind – denn sie beeinflussen unser Wohlbefinden, unsere Gesundheit und unsere Lebensqualität maßgeblich.
Als zertifizierter Baubiologe des Instituts für Baubiologie + Nachhaltigkeit (IBN) analysiere ich Gebäude ganzheitlich im Hinblick auf Raumklima, Materialverträglichkeit und mögliche Belastungen durch Schadstoffe oder mikrobielle Kontaminationen. Fokus liegt dabei auf praktischer Ursachenanalyse, normgerechter Probenahme und unabhängiger Bewertung.
Typische Anlässe für eine baubiologische Untersuchung:
- Verdacht auf Schimmelpilzbefall oder unsichtbare Feuchteschäden
- Beschwerden wie Kopfschmerzen, Atemprobleme oder chronische Reizungen ohne erkennbare Ursache
- Renovierungen, Umbauten oder Sanierungen mit potenziell schadstoffbelasteten Baustoffen
- Vorsorgliche Raumdiagnostik in Kinderzimmern, Schlafräumen, Arztpraxen, Schulen, Kitas etc.
Untersuchungsschwerpunkte:
- Schimmelpilze & Bakterien
Luftkeimsammlung, Material- oder Abklatschproben, Ursachenanalyse (Feuchte, Wärmebrücken, Baufehler) - Schadstoffe in der Raumluft oder in Baumaterialien
VOCs, Formaldehyd, Holzschutzmittel (z. B. PCP), Weichmacher, PAK, Lösungsmittel - Bauphysikalische Zusammenhänge
Raumklima, Oberflächentemperaturen, relative Feuchte, fRsi-Wert, aw-Wert
Ablauf der Untersuchung:
- Begehung vor Ort mit gezielter Sichtprüfung und Messtechnik
- Probenahme gemäß AGÖF/UBA-Richtlinien und Laboranalyse
- Auswertung unter Berücksichtigung der geltenden Orientierungswerte
- Verständliches Gutachten mit Empfehlungen zur Sanierung oder Vorsorge
Ziel meiner baubiologischen Beratung:
- Reduktion von gesundheitlichen Risiken durch Schadstoffe oder Schimmel
- Aufklärung und Bewertung von Belastungsquellen
- Nachvollziehbare Entscheidungsgrundlage für Sanierung, Mietverhältnisse oder Versicherungsfragen
- Objektive Unterstützung für Mieter, Bauherren, Planer und Eigentümer
Ihr nächster Schritt:
Ich helfe Ihnen dabei, gesundheitlich unbedenkliche Wohn- und Arbeitsräume zu schaffen – mit Fachwissen, Erfahrung und Unabhängigkeit.
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Die 25 Leitlinien der Baubiologie
Ziel aller baubiologischen Aktivitäten ist es, ein Wohn- und Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem Menschen gesund bleiben und sich hinsichtlich Raumklima und Ästhetik wohlfühlen. In den 25 Leitlinien der Baubiologie hat das Institut für Baubiologie + Nachhaltigkeit IBN die wichtigsten Aspekte übersichtlich zusammengefasst.
Raumluftmessungen für Nachhaltigkeitszertifizierungen
Die Qualität der Innenraumluft ist ein wichtiges Bewertungskriterium vieler Nachhaltigkeits- und Gebäudezertifizierungen. Raumluftmessungen und Raumluftanalysen dienen dazu, die Innenraumluftqualität nach den Anforderungen des jeweiligen Zertifizierungssystems zu beurteilen und die erforderlichen Nachweise für das Zertifizierungsverfahren zu erbringen. Im Rahmen von Zertifizierungssystemen wie QNG (Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude), DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen), BNB (Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen) oder LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) können Raumluftmessungen erforderlich sein, um die Einhaltung der jeweiligen Anforderungen nachzuweisen.
Als zertifizierter Baubiologe führe ich Raumluftmessungen im Rahmen von Nachhaltigkeitszertifizierungen durch. Die Untersuchungen erfolgen entsprechend den Anforderungen des jeweiligen Zertifizierungssystems. Die Laboranalytik erfolgt durch ein qualifiziertes Prüflabor. Zum Leistungsumfang gehören die Abstimmung des erforderlichen Untersuchungsumfangs, die Organisation der Laboranalytik sowie die fachliche Bewertung und nachvollziehbare Dokumentation der Untersuchungsergebnisse.
Die Ergebnisse der Raumluftmessungen dienen als Bestandteil des jeweiligen Nachweisverfahrens und können im Rahmen der angestrebten Nachhaltigkeitszertifizierung verwendet werden.
Orientierende
Raumluftuntersuchung
Im Rahmen unserer baubiologischen Untersuchungen bieten wir eine orientierende Raumluftuntersuchung zur Erfassung flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) an.
Die Untersuchung erfolgt mittels Photoionisationsdetektor TIGER XT und dient der qualitativen und semiquantitativen Ersteinschätzung der chemischen Raumluftbelastung. Das VOC-Screening stellt ein praxisnahes Instrument dar, um Auffälligkeiten der Raumluft frühzeitig zu erkennen und das weitere Vorgehen fachlich fundiert zu steuern.
Hintergrund – VOC in Innenräumen
Flüchtige organische Verbindungen können aus Farben, Lacken, Klebstoffen, Bodenbelägen, Möbeln, Dämmstoffen sowie im Zuge von Sanierungs- und Renovierungsmaßnahmen in die Raumluft freigesetzt werden. Erhöhte VOC-Konzentrationen können Geruchsbelastungen verursachen und das Raumklima beeinträchtigen und sind daher Bestandteil einer sachverständigen Innenraumbewertung.
Messmethode: TIGER XT (VOC-Screening)
Für die Untersuchung setzen wir den Photoionisationsdetektor TIGER XT ein. Mit diesem Messgerät wird die Gesamtkonzentration flüchtiger organischer Verbindungen (TVOC) in der Raumluft erfasst. Die Messung liefert eine orientierende Bewertung der Raumluftsituation.
Merkmale der Untersuchung:
- Durchführung direkt vor Ort
- sofortige Anzeige von Messwerten
- hohe Empfindlichkeit für viele VOC
- Erkennung räumlicher Belastungsschwerpunkte
Wichtiger Hinweis zur Abgrenzung der Messung
Der eingesetzte Photoionisationsdetektor erfasst nicht alle chemischen Stoffe. Insbesondere Formaldehyd sowie weitere sehr leicht flüchtige oder schwach ionisierbare Stoffe werden mit dem TIGER XT nicht oder nur unzureichend erfasst. Formaldehyduntersuchungen erfordern separate, spezifische Messverfahren mit geeigneter Probenahme und Laboranalyse.
Das VOC-Screening dient daher nicht der Beurteilung von Formaldehyd-belastungen, sondern der orientierenden Erfassung vieler anderer VOC.
Anwendungsbereiche
Ein VOC-Screening ist insbesondere sinnvoll:
- bei auffälligen oder nicht eindeutig zuordenbaren Gerüchen
- nach Renovierungs-, Sanierungs- oder Neubauarbeiten
- bei Verdacht auf emissionsstarke Materialien
- bei Beschwerden der Nutzer ohne erkennbare Ursache
- als Ergänzung zu Schimmel- oder Feuchteuntersuchungen
- zur Entscheidung über weiterführende, stoffspezifische Analysen
Bewertung und weiteres Vorgehen
Die Messergebnisse werden kontextbezogen bewertet (Raumnutzung, Baukonstruktion, Materialien, Lüftung). Bei Auffälligkeiten erfolgt eine unabhängige fachliche Beratung, z. B. zu:
- weiterführenden Laboruntersuchungen (u. a. Formaldehyd)
- Eingrenzung möglicher Emissionsquellen
- geeigneten Minderungs- oder Sanierungsmaßnahmen
Das VOC-Screening ist als orientierende Vor-Ort-Untersuchung zu verstehen und ersetzt keine normgerechte Laboranalyse.
Untersuchung von Lüftungs- und Klimaanlagen
Lüftungs- und Klimaanlagen leisten einen wichtigen Beitrag zur Raumluftqualität, zum Raumklima und zur Versorgung von Gebäuden mit frischer Innenraumluft. Gleichzeitig können raumlufttechnische Anlagen, abhängig von ihrem Zustand, ihrer Nutzung und ihrer Wartung, Einfluss auf die Qualität der eingebrachten Luft nehmen. Aus diesem Grund sollten Lüftungs- und Klimaanlagen nicht nur bei Auffälligkeiten der Raumluft, sondern auch im Rahmen regelmäßiger Überprüfungen untersucht werden. Im Rahmen baubiologischer Fragestellungen kann es darüber hinaus sinnvoll sein, raumlufttechnische Anlagen in die Untersuchung einzubeziehen.
Je nach Aufgabenstellung können Lüftungs- und Klimaanlagen einschließlich zugänglicher Luftauslässe, Filter sowie weiterer Anlagenteile durch Sichtprüfungen und geeignete Probenahmen untersucht werden. Art und Umfang der Untersuchungen richten sich dabei nach der jeweiligen Fragestellung, den örtlichen Gegebenheiten sowie den Erkenntnissen aus der Raumluftuntersuchung.
Die gewonnenen Erkenntnisse werden anschließend im Zusammenhang mit den Ergebnissen der Raumluftanalytik bewertet. Dadurch lässt sich beurteilen, ob ein Zusammenhang zwischen der Lüftungs- oder Klimaanlage, der Raumluftqualität und den festgestellten Auffälligkeiten besteht. Die Untersuchung dient als Grundlage für die fachliche Einordnung der Situation sowie für die Beurteilung gegebenenfalls erforderlicher weiterer Maßnahmen.
Hygienische Beurteilung von Archiven und Aktenlagern
Archive und Aktenlager stellen besondere Anforderungen an die hygienischen und raumklimatischen Bedingungen. Insbesondere bei historischen, schützenswerten oder nicht wiederbeschaffbaren Dokumenten können Feuchtigkeit, ungünstige raumklimatische Bedingungen oder Schimmelpilzbefall zu Veränderungen führen, die sich nur mit erheblichem Aufwand oder nicht vollständig rückgängig machen lassen. Eine frühzeitige Untersuchung kann daher dazu beitragen, ungünstige Bedingungen zu erkennen, bevor umfangreiche Schäden am Archivgut entstehen.
Die hygienische Beurteilung von Archiven und Aktenlagern kann sowohl vorsorgend als auch bei bereits vorhandenen Auffälligkeiten, beispielsweise bei Feuchtigkeit, auffälligen Gerüchen oder einem Verdacht auf Schimmelpilzbefall, erfolgen. Hierzu können das Raumklima und die Feuchteverhältnisse erfasst sowie Archivräume, Regale, Akten, Kartonagen und angrenzende Bauteile auf erkennbare Auffälligkeiten untersucht werden. Bei Verdacht auf eine mikrobiologische Belastung können je nach Aufgabenstellung weiterführende Untersuchungen auf Schimmelpilze und gegebenenfalls Bakterien durchgeführt werden.
Art und Umfang der Untersuchung richten sich nach der jeweiligen Fragestellung, den örtlichen Gegebenheiten sowie der Bedeutung und Beschaffenheit des Archivguts. Je nach Untersuchungsziel können Raumluftuntersuchungen, Oberflächenuntersuchungen sowie weitere geeignete Probenahmen eingesetzt werden. Bei historischen, besonders schützenswerten oder nicht wiederbeschaffbaren Dokumenten ist bereits vor weiterführenden Untersuchungen zu prüfen, ob die Einbindung entsprechend qualifizierte Restauratoren oder anderer Fachleute erforderlich ist.
Die Untersuchungsergebnisse werden gemeinsam mit den festgestellten Raumklima- und Feuchtebedingungen fachlich bewertet, um mögliche Zusammenhänge, Belastungsquellen und Ursachen einzugrenzen. Damit können sowohl bestehende Auffälligkeiten beurteilt als auch im Rahmen vorsorgender Untersuchungen ungünstige Bedingungen frühzeitig erkannt werden.
Bei schützenswerten, historischen oder nicht wiederbeschaffbaren Dokumenten sind weiterführende Maßnahmen besonders sorgfältig abzuwägen. Soweit Fragen zur Reinigung, Konservierung, Restaurierung oder zum weiteren Umgang mit dem Archivgut berührt werden, kann die Einbindung entsprechend qualifizierte Restauratoren oder weiterer Fachdisziplinen erforderlich sein.